Zuletzt aktualisiert

Viele kleine Unternehmen investieren Zeit und Geld in neue Website-Texte, ohne vorher zu wissen, wonach ihre Kunden bei Google überhaupt konkret suchen – und wundern sich anschließend, warum die Seiten kaum Besucher bringen. Ähnlich wie man für Reinigung und Pflege der eigenen Geschäftsräume am besten auf einen erfahrenen Partner wie den Gebäudeservice Breitinger setzt, statt es nebenbei selbst zu versuchen, lohnt es sich auch bei der Keyword-Recherche, systematisch und mit den richtigen Werkzeugen vorzugehen. Dieser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wie kleine und mittlere Unternehmen die passenden Suchbegriffe finden, richtig bewerten und in eine funktionierende Content-Strategie überführen.

Wenn Sie Unterstützung bei der Umsetzung wünschen, hilft Ihnen Ihre SEO Agentur Blitz gern weiter.

Inhaltsverzeichnis

Warum Keyword-Recherche die Basis jeder SEO-Strategie ist

Jede SEO-Maßnahme – ob neue Website-Seite, Blogartikel oder Anpassung bestehender Texte – sollte auf einer fundierten Keyword-Recherche aufbauen. Ohne sie schreiben Unternehmen häufig aus der eigenen Innenperspektive heraus, verwenden Fachbegriffe oder Formulierungen, die potenzielle Kunden so gar nicht in die Suchleiste eingeben. Eine saubere Recherche deckt dagegen auf, mit welchen konkreten Wörtern und Wortkombinationen die eigene Zielgruppe tatsächlich sucht, wie hoch das monatliche Suchvolumen ungefähr ist und wie stark der Wettbewerb um einen Begriff bereits ausgeprägt ist. Gerade für kleine Unternehmen mit begrenztem Budget ist das entscheidend, um die eigene Zeit und die Ressourcen für Texterstellung gezielt in Themen zu investieren, die auch tatsächlich Anfragen bringen.

Ein weiterer Vorteil einer sauberen Keyword-Recherche liegt darin, dass sie auch die Struktur der eigenen Website verbessert. Wer vorab weiß, welche Themen und Unterthemen die eigene Zielgruppe interessieren, kann eine sinnvolle Seitenarchitektur planen, statt nachträglich immer neue, unzusammenhängende Unterseiten anzuhängen. So entsteht mit der Zeit ein thematisch klar strukturiertes Angebot, das sowohl für Nutzer als auch für Suchmaschinen leichter zu erfassen ist und langfristig deutlich weniger Pflegeaufwand verursacht als ein gewachsenes Sammelsurium einzelner Seiten.

Suchintentionen verstehen, bevor Sie Keywords auswählen

Nicht jedes Keyword mit hohem Suchvolumen ist automatisch ein gutes Keyword für Ihr Unternehmen. Entscheidend ist die dahinterliegende Suchintention. Informationelle Suchanfragen wie „was kostet eine Website“ zielen auf Wissen ab, während transaktionale Anfragen wie „SEO Agentur Berlin beauftragen“ eine klare Kaufabsicht signalisieren. Navigatorische Suchanfragen suchen gezielt eine bestimmte Marke oder Seite, kommerzielle Suchanfragen vergleichen dagegen Anbieter oder Optionen, etwa „beste SEO Agentur Berlin Vergleich“. Wer diese vier Intentionstypen bei der Auswahl seiner Keywords konsequent berücksichtigt, vermeidet es, viel Aufwand in Inhalte zu stecken, die zwar Besucher, aber keine zahlenden Kunden bringen.

Ein einfacher Praxistest hilft bei der Einordnung: Geben Sie ein Keyword selbst bei Google ein und schauen Sie sich an, welche Art von Ergebnissen dort tatsächlich oben angezeigt wird. Dominieren Ratgeberartikel und Definitionen, handelt es sich meist um eine informationelle Anfrage. Erscheinen dagegen überwiegend Dienstleisterseiten mit Angeboten und Kontaktmöglichkeiten, deutet das auf eine transaktionale oder kommerzielle Absicht hin. Diese kurze Recherche direkt in den Suchergebnissen ist oft aussagekräftiger als jede reine Kennzahl aus einem Tool.

Die richtigen Werkzeuge für die Keyword-Recherche

Für eine solide Keyword-Recherche braucht es kein riesiges Budget – bereits mit wenigen, teils kostenlosen Werkzeugen lassen sich verlässliche Erkenntnisse gewinnen.

Kostenlose Google-eigene Quellen

Ein guter Startpunkt ist die automatische Suchvorschlagsfunktion von Google direkt in der Suchleiste sowie der Bereich „Ähnliche Suchanfragen“ am Ende der Ergebnisseite. Auch der Google Keyword Planner, eigentlich für Google-Ads-Kampagnen gedacht, liefert kostenlos grobe Suchvolumen und verwandte Begriffe. Wer bereits eine Google-Search-Console-Anbindung für die eigene Website eingerichtet hat, findet dort zusätzlich reale Suchanfragen, über die Nutzer die eigene Seite bereits gefunden haben – oft eine unterschätzte Goldgrube für neue Content-Ideen.

Spezialisierte SEO-Tools

Darüber hinaus liefern spezialisierte SEO-Tools detailliertere Daten zu Suchvolumen, Wettbewerbsstärke und thematisch verwandten Begriffen, inklusive Fragen, die Nutzer rund um ein Thema stellen. Für den Einstieg reicht oft bereits eine kostenlose Testversion oder ein eingeschränkter Gratis-Tarif, um ein Gefühl für das eigene Themenfeld zu bekommen, bevor in ein kostenpflichtiges Abo investiert wird.

Hilfreich ist zudem ein Blick in Frage-und-Antwort-Portale, lokale Facebook-Gruppen oder Bewertungsportale der eigenen Branche. Dort formulieren potenzielle Kunden ihre Anliegen oft in ganz alltäglicher Sprache, die sich hervorragend als Grundlage für Long-Tail-Keywords eignet und häufig deutlich näher an der Lebensrealität der Zielgruppe liegt als reine Tool-Vorschläge.

Long-Tail-Keywords: Der unterschätzte Hebel für kleine Unternehmen

Kurze, generische Keywords wie „SEO“ oder „Handwerker“ sind meist extrem umkämpft und für kleine, lokal agierende Unternehmen kaum realistisch zu erobern. Deutlich erfolgversprechender sind längere, spezifischere Suchphrasen, sogenannte Long-Tail-Keywords, etwa „Elektriker Notdienst Berlin Neukölln“ statt nur „Elektriker“. Solche Begriffe haben zwar einzeln ein geringeres Suchvolumen, dafür aber eine sehr konkrete Absicht dahinter und deutlich weniger Konkurrenz. In der Summe machen Long-Tail-Suchanfragen den überwiegenden Teil aller Google-Suchen aus und lassen sich mit gezieltem, gut geschriebenem Content realistisch auf die vorderen Plätze bringen.

Ein praktischer Nebeneffekt: Nutzer, die über eine sehr spezifische Long-Tail-Suche auf eine Seite gelangen, haben in der Regel eine klarere Vorstellung davon, was sie erwarten, und sind dadurch tendenziell eher bereit, tatsächlich eine Anfrage zu stellen oder anzurufen. Wer über mehrere Monate konsequent Inhalte zu unterschiedlichen Long-Tail-Varianten des eigenen Kerngeschäfts veröffentlicht, baut sich so nach und nach ein breites Fundament an Einstiegspunkten auf, über die neue Kunden die eigene Website finden können, ohne dabei auf einzelne, hart umkämpfte Hauptbegriffe angewiesen zu sein.

Von der Keyword-Liste zur fertigen Content-Strategie

Eine Liste mit passenden Keywords ist nur der erste Schritt. Im nächsten Schritt sollten Sie die gefundenen Begriffe thematisch clustern und einzelnen Seiten oder Blogartikeln zuordnen, statt zu viele Keywords auf einer einzigen Seite unterzubringen. Wie Sie aus einer solchen Keyword-Liste dann tatsächlich überzeugende, gut lesbare Texte formulieren, die sowohl Google als auch echte Leser überzeugen, erfahren Sie ausführlich in unserem Beitrag zum Thema SEO-Texte schreiben. Eine ausführliche Anleitung zur methodischen Herangehensweise liefert zudem der englischsprachige Leitfaden zur Keyword-Recherche von Moz, einer der bekanntesten Quellen der SEO-Branche. Wenn Sie unsicher sind, wie es um die aktuelle Keyword-Abdeckung Ihrer eigenen Website steht, empfiehlt sich als erster Schritt unser kostenloser SEO-Check.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Keyword-Recherche?

Bei einer Keyword-Recherche ermitteln Sie, mit welchen Begriffen und Fragen Ihre Zielgruppe bei Google nach Ihren Leistungen sucht. Dabei werden Suchvolumen, Wettbewerb und Suchintention bewertet. Das Ergebnis zeigt, welche Seiten Ihre Website braucht und welche Begriffe auf welcher Seite im Mittelpunkt stehen sollten.

Was kostet eine professionelle Keyword-Recherche?

Der Preis hängt davon ab, wie viele Leistungen und Standorte abgedeckt werden und ob die Recherche gleich in eine Seitenstruktur und einen Content-Plan überführt wird. Für einen kleinen Betrieb ist der Umfang deutlich geringer als für ein Unternehmen mit vielen Angeboten. Kostenfaktoren und Pakete finden Sie auf unserer Seite zu den SEO-Preisen.

Kann ich eine Keyword-Recherche kostenlos durchführen?

Ja, für den Anfang reichen oft der Google Keyword-Planer, die Autovervollständigung, „Ähnliche Fragen“ und die Daten aus der Google Search Console. Damit lassen sich die wichtigsten Begriffe und Fragen Ihrer Kunden gut erfassen. Kostenpflichtige Tools liefern zusätzlich genauere Suchvolumen, Wettbewerbsdaten und Keyword-Lücken.

Was sind Long-Tail-Keywords?

Long-Tail-Keywords sind längere, spezifischere Suchanfragen wie „Umzugsfirma für Klaviertransport in Berlin“. Sie werden seltener gesucht, haben aber weniger Konkurrenz und oft eine klarere Kaufabsicht. Für kleine Unternehmen sind sie besonders wertvoll, weil hier schneller gute Platzierungen möglich sind.

Wie viele Keywords sollte ich pro Seite optimieren?

Jede Seite sollte ein klares Hauptkeyword haben, ergänzt um einige eng verwandte Begriffe und Varianten. Unterschiedliche Themen gehören dagegen auf eigene Seiten, sonst konkurrieren Ihre Seiten miteinander. Als Faustregel gilt: ein Thema, eine Suchintention, eine Seite.

Lohnen sich Keywords mit wenig Suchvolumen?

Ja, oft sogar besonders. Ein Begriff mit wenigen Suchen im Monat kann sehr wertvoll sein, wenn jede Suche von einem potenziellen Kunden mit konkretem Bedarf stammt. Gerade bei lokalen oder spezialisierten Leistungen bringen viele kleine Keywords zusammen häufig mehr Anfragen als ein großer, stark umkämpfter Begriff.

Fazit

Eine strukturierte Keyword-Recherche ist der Unterschied zwischen Website-Texten, die zufällig entstehen, und einer SEO-Strategie, die gezielt auf die tatsächlichen Fragen und Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe einzahlt. Gerade kleine Unternehmen profitieren davon, sich zunächst auf spezifische Long-Tail-Keywords mit realistischer Erfolgschance zu konzentrieren, statt sich an hart umkämpften Kurzbegriffen zu verausgaben. Mit den richtigen, oft kostenlosen Werkzeugen lässt sich diese Recherche auch mit begrenztem Budget sauber und wiederholbar umsetzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert