Wer im lokalen Suchergebnis dauerhaft vorne stehen will, muss wissen, wogegen er eigentlich antritt. Viele Unternehmen optimieren ihre eigene Website, ohne jemals genauer hinzuschauen, was die tatsächlich sichtbaren Wettbewerber anders oder besser machen. Dabei lässt sich aus einer strukturierten Konkurrenzanalyse enorm viel lernen – bis hin zu ganz praktischen Beispielen aus anderen Branchen. Ein Gebäudedienstleister wie Gebäudeservice Breitinger zeigt beispielhaft, wie ein regional verwurzeltes Unternehmen durch eine klare, konsequent ausgebaute Online-Präsenz auffällt und sich damit auch als Referenzpunkt für die eigene Wettbewerbsbeobachtung eignet.
Wenn Sie Unterstützung bei der Umsetzung wünschen, hilft Ihnen Ihre SEO Agentur Blitz gern weiter.
Eine Konkurrenzanalyse wird von vielen Unternehmen entweder komplett übersprungen oder nur oberflächlich durchgeführt, obwohl sie in vergleichsweise kurzer Zeit sehr konkrete, umsetzbare Erkenntnisse liefert. In diesem Beitrag erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie eine fundierte SEO-Konkurrenzanalyse durchführen, welche Werkzeuge dabei helfen und wie Sie die gewonnenen Erkenntnisse gezielt für die eigene Strategie nutzen – ohne sich dabei in Zahlen und Tools zu verlieren.
Inhaltsverzeichnis
- Warum eine Konkurrenzanalyse die Basis jeder SEO-Strategie ist
- Die richtigen Wettbewerber identifizieren
- Keyword-Gap-Analyse: Wo Wettbewerber sichtbarer sind
- Backlink-Profile der Konkurrenz untersuchen
- Content-Strategien der Wettbewerber analysieren
- Technische SEO im Wettbewerbsvergleich
- Local SEO und Google Business Profil im Vergleich
- On-Page-Faktoren der Konkurrenz bewerten
- Nutzererfahrung und Website-Struktur vergleichen
- Tools für die SEO-Konkurrenzanalyse
- Eine SEO-Konkurrenzanalyse Schritt für Schritt durchführen
- Erkenntnisse in die eigene Strategie übersetzen
- Wie oft sollte man Wettbewerber beobachten?
- Häufige Fehler bei der Konkurrenzanalyse
- Fazit
Warum eine Konkurrenzanalyse die Basis jeder SEO-Strategie ist
Eine SEO-Strategie, die ausschließlich auf der eigenen Website basiert, ignoriert einen entscheidenden Faktor: das Umfeld, in dem diese Website tatsächlich um Sichtbarkeit konkurriert. Eine strukturierte Konkurrenzanalyse zeigt auf, welche Standards in der eigenen Branche und Region bereits erreicht werden, wo realistische Chancen liegen und welche Maßnahmen sich für die eigenen Ressourcen überhaupt lohnen.
Ohne diesen Vergleichsmaßstab arbeiten viele Unternehmen im luftleeren Raum – sie wissen zwar, dass Rankings wichtig sind, aber nicht, wie stark der tatsächliche Wettbewerb in ihrer Nische bereits aufgestellt ist. Eine fundierte Analyse schafft hier Klarheit und legt oft überraschend konkrete Handlungsfelder offen.
Darüber hinaus hilft eine Konkurrenzanalyse dabei, realistische Ziele zu setzen. Ein Unternehmen, das gegen etablierte, seit Jahren aktive Wettbewerber mit umfangreichem Content und starkem Backlinkprofil antritt, sollte andere Erwartungen an den Zeithorizont haben als eines, dessen direkte Konkurrenz online kaum präsent ist. Diese Einschätzung lässt sich nur treffen, wenn man den Wettbewerb tatsächlich systematisch untersucht hat.
Nicht zuletzt schärft eine Konkurrenzanalyse auch den Blick für die eigene Positionierung: Wer versteht, wie sich Wettbewerber am Markt präsentieren, kann bewusster entscheiden, wo die eigene Website sich abheben soll – sei es durch ausführlicheren Content, transparentere Preisangaben oder eine klarere Spezialisierung auf bestimmte Zielgruppen.
Die richtigen Wettbewerber identifizieren
Der erste und oft unterschätzte Schritt besteht darin, die tatsächlich relevanten SEO-Wettbewerber zu identifizieren. Diese sind nicht zwangsläufig identisch mit den klassischen Geschäftswettbewerbern vor Ort, sondern mit den Websites, die für die eigenen Zielkeywords tatsächlich auf den vorderen Positionen erscheinen.
Ein einfacher, aber wirkungsvoller Ansatz ist es, die wichtigsten eigenen Zielkeywords manuell bei Google einzugeben und zu notieren, welche Domains dort regelmäßig auftauchen. Häufig zeigt sich dabei, dass überregionale Portale oder branchenfremde Anbieter mit starkem Content ebenfalls um dieselben Suchanfragen konkurrieren wie die eigentlichen lokalen Mitbewerber.
Sinnvoll ist es, zwischen zwei Arten von Wettbewerbern zu unterscheiden: den direkten Geschäftswettbewerbern, die dieselbe Dienstleistung in derselben Region anbieten, und den SEO-Wettbewerbern, die lediglich um dieselben Suchbegriffe konkurrieren, ohne zwangsläufig echte Geschäftskonkurrenten zu sein. Beide Gruppen liefern wertvolle, aber unterschiedliche Erkenntnisse für die eigene Strategie.
In der Praxis lohnt es sich, für jedes wichtige Zielkeyword separat zu prüfen, welche drei bis fünf Domains dort tatsächlich auf der ersten Ergebnisseite erscheinen, und diese Listen anschließend zusammenzuführen. So entsteht ein realistisches Bild der eigenen Wettbewerbslandschaft, das oft deutlich vielfältiger ausfällt, als man aus reiner Branchenkenntnis vermuten würde.
Keyword-Gap-Analyse: Wo Wettbewerber sichtbarer sind
Die Keyword-Gap-Analyse vergleicht, für welche Suchbegriffe Wettbewerber ranken, die eigene Seite aber nicht. Solche Lücken zeigen konkrete Chancen auf: Themen oder Formulierungen, die bislang komplett übersehen wurden, obwohl relevantes Suchvolumen dahintersteht.
Ergänzend lohnt sich auch der umgekehrte Blick: Für welche Begriffe ist die eigene Seite bereits stark, während Wettbewerber dort schwächer abschneiden? Diese Stärken lassen sich gezielt weiter ausbauen, um die eigene Position weiter zu festigen, statt ausschließlich auf die Lücken zu reagieren.
Besonders aufschlussreich ist es, die identifizierten Lücken nach Priorität zu sortieren: Suchbegriffe mit hoher Relevanz für das eigene Geschäft und realistischem Suchvolumen sollten zuerst angegangen werden, statt sich in einer langen, unsortierten Liste theoretisch interessanter, aber wenig wirkungsvoller Keywords zu verlieren.
Backlink-Profile der Konkurrenz untersuchen
Ein Blick auf die Backlinks erfolgreicher Wettbewerber offenbart häufig, über welche Kanäle diese ihre Sichtbarkeit aufgebaut haben: Branchenverzeichnisse, Kooperationspartner, Presseerwähnungen oder Gastbeiträge. Solche Quellen lassen sich in vielen Fällen auch für das eigene Unternehmen erschließen.
Besonders aufschlussreich ist es, Domains zu identifizieren, die mehrere Wettbewerber gleichzeitig verlinken, aber das eigene Unternehmen bislang nicht kennen. Diese stellen naheliegende erste Ansprechpartner für den eigenen Linkaufbau dar, da bereits eine thematische Passung erkennbar ist.
Auch die Geschwindigkeit, mit der Wettbewerber neue Backlinks aufbauen, liefert wertvolle Hinweise: Ein Wettbewerber, dessen Backlinkprofil kontinuierlich und stetig wächst, verfolgt vermutlich eine aktive, dauerhafte Linkaufbau-Strategie, während sprunghafte, unregelmäßige Zuwächse eher auf einzelne, punktuelle Aktionen hindeuten, die sich leichter einholen lassen.

Content-Strategien der Wettbewerber analysieren
Neben einzelnen Keywords lohnt sich ein Blick auf die gesamte Content-Struktur erfolgreicher Wettbewerber: Welche Themenbereiche decken sie ab, wie ausführlich sind ihre Inhalte, und welche Formate – Ratgeber, Videos, Checklisten – setzen sie bevorzugt ein?
Wichtig ist dabei, sich inspirieren statt kopieren zu lassen. Ziel sollte sein, ähnliche Themen mit einem eigenen, möglicherweise noch ausführlicheren oder praxisnäheren Blickwinkel zu behandeln, statt bestehende Inhalte nur nachzuahmen, was weder rechtlich noch inhaltlich sinnvoll wäre.
Ein hilfreicher Ansatz ist, die inhaltliche Tiefe erfolgreicher Wettbewerberartikel systematisch zu bewerten: Beantworten diese Artikel eine Frage nur oberflächlich oder gehen sie tatsächlich in die Tiefe, mit konkreten Beispielen, Zahlen und praktischen Handlungsempfehlungen? Wo Wettbewerber Themen nur oberflächlich behandeln, liegt oft die größte Chance, mit deutlich ausführlicherem und hilfreicherem Content zu überzeugen.
Sinnvoll ist zudem, die Aktualität der Wettbewerberinhalte im Blick zu behalten: Websites, die ihre Ratgeberartikel regelmäßig überarbeiten und mit aktuellen Beispielen ergänzen, wirken auf Nutzer und auf Google gleichermaßen vertrauenswürdiger als Seiten mit erkennbar veralteten, seit Jahren unangetasteten Inhalten. Dieser Unterschied lässt sich oft schon am Veröffentlichungs- oder Aktualisierungsdatum erkennen.
Technische SEO im Wettbewerbsvergleich
Auch technische Faktoren lassen sich im Wettbewerbsvergleich einordnen: Wie schnell laden die Seiten der Konkurrenz, wie gut sind sie mobil optimiert, und wie sauber ist ihre interne Verlinkung strukturiert? Solche Vergleiche zeigen oft, dass technische Exzellenz allein kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist, sondern zur Grundvoraussetzung geworden ist.
Eine strukturierte, professionelle Analyse der eigenen technischen Basis im Vergleich zur Konkurrenz bietet unsere Seite zum SEO Audit Berlin, die als Grundlage für einen fundierten technischen Vergleich mit der eigenen Konkurrenz dient.
Interessant ist dabei auch ein Blick darauf, wie Wettbewerber mit technischen Schwächen umgehen: Zeigen sich bei mehreren Konkurrenten ähnliche Probleme – etwa langsame Ladezeiten oder eine unübersichtliche mobile Darstellung –, liegt hierin häufig eine besonders schnell realisierbare Chance, sich durch gezielte technische Optimierung spürbar von der gesamten Konkurrenz abzusetzen.
Local SEO und Google Business Profil im Vergleich
Für lokale Unternehmen ist der Vergleich der Google-Business-Profile besonders aufschlussreich: Wie vollständig sind Kategorien, Öffnungszeiten und Beschreibungen gepflegt? Wie viele Bewertungen haben Wettbewerber gesammelt, und wie aktiv reagieren sie darauf? Wie häufig veröffentlichen sie Beiträge oder Fotos über das Profil?
Diese Faktoren fließen direkt in die lokale Sichtbarkeit ein und lassen sich vergleichsweise einfach beobachten, ohne spezielle Tools zu benötigen. Häufig zeigt sich hier eine erhebliche Bandbreite an Professionalität zwischen den lokalen Wettbewerbern, die sich mit überschaubarem Aufwand gezielt ausnutzen lässt.
Ein oft übersehener Aspekt ist zudem die Reaktion auf negative Bewertungen: Wettbewerber, die kritische Bewertungen ignorieren oder unprofessionell beantworten, hinterlassen bei potenziellen Kunden einen schlechten Eindruck. Ein Unternehmen, das hier durch sachliche, lösungsorientierte Antworten auffällt, kann sich selbst bei ähnlicher Sternebewertung deutlich vertrauenswürdiger positionieren.
On-Page-Faktoren der Konkurrenz bewerten
Auf Seitenebene lohnt sich ein Blick auf Titel, Meta-Beschreibungen, Überschriftenstruktur und die Länge sowie Tiefe der Inhalte erfolgreicher Wettbewerberseiten. Solche Details verraten, mit welchem Aufwand und welcher Sorgfalt Konkurrenten ihre wichtigsten Seiten tatsächlich optimiert haben.
Wichtig ist dabei, nicht nur einzelne Seiten isoliert zu betrachten, sondern Muster über mehrere Top-Rankings hinweg zu erkennen: Bestimmte Textlängen, Strukturelemente oder Formulierungen, die bei mehreren erfolgreichen Wettbewerbern gleichzeitig auftauchen, liefern verlässlichere Hinweise als Einzelbeobachtungen.
Auch die Verwendung strukturierter Daten, die Formulierung von Handlungsaufforderungen und der gezielte Einsatz interner Verlinkung lassen sich im Wettbewerbsvergleich beobachten. Wer erkennt, dass mehrere gut rankende Wettbewerber ähnliche On-Page-Muster verfolgen, kann diese Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für die eigene Seite nutzbar machen.
Nutzererfahrung und Website-Struktur vergleichen
Neben rein technischen und inhaltlichen Aspekten lohnt sich ein bewusster Blick aus Nutzersicht: Wie übersichtlich ist die Navigation der Wettbewerberseite, wie leicht findet man Kontaktmöglichkeiten, und wie überzeugend wirkt die gesamte Präsentation auf einen unvoreingenommenen Besucher?
Solche qualitativen Eindrücke lassen sich zwar schwerer in Zahlen fassen als Rankingpositionen, liefern aber oft wertvolle Hinweise darauf, warum eine Wettbewerberseite überdurchschnittlich gut konvertiert, selbst wenn ihre reine SEO-Optimierung nicht perfekt erscheint.
Hilfreich ist es, die Wettbewerberseite testweise mit den Augen eines echten, unentschlossenen Kunden zu durchlaufen: Wie schnell findet man eine Antwort auf eine typische Frage, wie einfach ist die Kontaktaufnahme, und welche Elemente schaffen Vertrauen, wie etwa Referenzen, Zertifikate oder Kundenbewertungen? Diese Beobachtungen lassen sich anschließend gezielt mit der eigenen Website vergleichen.
Auch die Ladegeschwindigkeit auf mobilen Geräten sollte im Rahmen dieses Vergleichs bewusst berücksichtigt werden, da ein Großteil der lokalen Suchanfragen heute über das Smartphone erfolgt. Eine Wettbewerberseite, die zwar inhaltlich stark, aber auf dem Smartphone langsam und umständlich zu bedienen ist, bietet in der Praxis oft weniger tatsächliche Konkurrenz, als ihre reine Rankingposition zunächst vermuten lässt.
Tools für die SEO-Konkurrenzanalyse
Für eine strukturierte Konkurrenzanalyse existiert eine Vielzahl spezialisierter SEO-Tools, die Rankings, Backlinks, Keyword-Sichtbarkeit und technische Kennzahlen von Wettbewerbern erfassen und vergleichbar aufbereiten. Für den Einstieg reichen jedoch oft schon kostenlose Werkzeuge wie die manuelle Google-Suche, Browser-Entwicklertools zur technischen Prüfung oder frei zugängliche Testwerkzeuge für Ladezeit und mobile Nutzbarkeit.
Kostenpflichtige Tools lohnen sich meist erst, wenn regelmäßig und in größerem Umfang analysiert werden soll. Für eine erste, grundlegende Einschätzung der eigenen Ausgangsposition genügt oft bereits unser kostenloser SEO Check, bevor eine tiefergehende Analyse der Wettbewerber angeschlossen wird.
Wichtig ist bei der Toolauswahl, sich nicht in der Fülle verfügbarer Kennzahlen zu verlieren. Für die meisten lokalen Unternehmen genügt eine überschaubare Auswahl an zentralen Metriken – etwa Sichtbarkeit für die wichtigsten Zielkeywords, grobe Backlinkzahlen und ein technischer Basis-Check – statt jede verfügbare Kennzahl akribisch auszuwerten.

Eine SEO-Konkurrenzanalyse Schritt für Schritt durchführen
In der Praxis empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen: Zunächst werden die relevantesten Zielkeywords festgelegt, anschließend die tatsächlich rankenden Wettbewerber identifiziert. Im nächsten Schritt werden Content, technische Umsetzung, Backlinks und lokale Signale dieser Wettbewerber systematisch dokumentiert, idealerweise in einer übersichtlichen Tabelle.
Der ausführlichen Recherche gemäß der offiziellen Anleitung zur Wettbewerbsanalyse von Moz folgend, lassen sich aus den gesammelten Erkenntnissen anschließend konkrete Prioritäten ableiten: Welche Lücken lassen sich mit vertretbarem Aufwand kurzfristig schließen, und welche Maßnahmen erfordern eine langfristigere Strategie?
Für den Einstieg reicht es oft, sich zunächst auf die drei bis fünf wichtigsten Wettbewerber zu konzentrieren, statt gleich ein Dutzend Websites parallel zu analysieren. Eine gründliche Analyse weniger, wirklich relevanter Wettbewerber liefert in der Regel deutlich verwertbarere Erkenntnisse als eine oberflächliche Betrachtung vieler Websites gleichzeitig.
Erkenntnisse in die eigene Strategie übersetzen
Die wertvollste Konkurrenzanalyse nützt wenig, wenn ihre Erkenntnisse nicht konsequent in konkrete Maßnahmen übersetzt werden. Aus jeder identifizierten Lücke sollte eine klare, terminierte Aufgabe entstehen – etwa die Erstellung eines neuen Ratgeberartikels, die Optimierung einer bestehenden Seite oder die Kontaktaufnahme zu einer potenziellen Linkquelle.
Sinnvoll ist es, die gewonnenen Erkenntnisse in die bestehende Content- und SEO-Planung zu integrieren, statt sie als isoliertes Einzelprojekt zu behandeln. So fließt das Wissen über die Konkurrenz dauerhaft in alle zukünftigen Entscheidungen ein, statt nach einer einmaligen Analyse wieder in Vergessenheit zu geraten.
Bewährt hat sich außerdem, die abgeleiteten Maßnahmen nach erwartetem Aufwand und erwartetem Nutzen zu priorisieren. Maßnahmen mit geringem Aufwand und hohem erwartetem Effekt sollten zuerst umgesetzt werden, während aufwendigere, langfristige Projekte gezielt in die mittelfristige Planung einfließen, statt alles gleichzeitig anzugehen.

Wie oft sollte man Wettbewerber beobachten?
SEO ist kein statisches Feld, und auch Wettbewerber entwickeln sich kontinuierlich weiter. Eine einmalige, tiefgehende Analyse verliert daher mit der Zeit an Aussagekraft. Sinnvoll ist eine regelmäßige, aber nicht zwingend aufwendige Beobachtung – etwa ein vierteljährlicher Kurzcheck der wichtigsten Wettbewerber sowie eine ausführlichere Analyse einmal im Jahr.
Besonders bei spürbaren Veränderungen im eigenen Ranking lohnt sich ein außerplanmäßiger Blick auf die Konkurrenz, da neue Inhalte, technische Umstellungen oder verstärkter Linkaufbau bei Wettbewerbern häufig die Ursache für plötzliche Sichtbarkeitsverschiebungen sind.
Auch größere Google-Algorithmus-Updates sind ein guter Anlass für eine außerplanmäßige Wettbewerbsbeobachtung: Verändern sich nach einem solchen Update die Positionen innerhalb der eigenen Nische spürbar, lohnt sich ein Vergleich, welche Wettbewerber profitiert oder verloren haben, um Rückschlüsse auf mögliche eigene Anpassungsbedarfe zu ziehen.
Häufige Fehler bei der Konkurrenzanalyse
Ein häufiger Fehler ist die Auswahl falscher Wettbewerber – etwa ausschließlich der bekanntesten Namen der Branche, unabhängig davon, ob diese tatsächlich für die relevanten Suchanfragen sichtbar sind. Ebenso problematisch ist reines Kopieren beobachteter Maßnahmen, ohne die eigene Zielgruppe und Positionierung zu berücksichtigen.
Auch fehlende Konsequenz stellt ein verbreitetes Problem dar: Eine aufwendig erstellte Analyse, deren Erkenntnisse anschließend in einer Schublade verschwinden, erzeugt viel Aufwand ohne messbaren Nutzen. Der eigentliche Wert entsteht erst durch die konsequente Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse.
Ein weiterer verbreiteter Fehler ist übermäßiger Perfektionismus bei der Analyse selbst: Wer versucht, jeden erdenklichen Aspekt jedes Wettbewerbers bis ins letzte Detail zu untersuchen, verliert wertvolle Zeit, die besser in die tatsächliche Umsetzung konkreter Maßnahmen investiert wäre. Eine pragmatische, auf das Wesentliche fokussierte Analyse ist in der Praxis meist deutlich wirkungsvoller als eine perfektionistische, aber nie abgeschlossene Untersuchung.
Ein letzter, häufig unterschätzter Fehler besteht darin, die eigene Analyse nicht zu dokumentieren. Ohne eine schriftliche Übersicht über Beobachtungen, Prioritäten und bereits umgesetzte Maßnahmen lässt sich der Fortschritt später kaum nachvollziehen, und bei der nächsten Analyse beginnt man häufig wieder bei null, statt auf bestehenden Erkenntnissen aufzubauen.
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Was ist eine SEO-Konkurrenzanalyse?
Bei einer SEO-Konkurrenzanalyse untersuchen Sie, warum bestimmte Wettbewerber für Ihre wichtigsten Suchbegriffe besser platziert sind. Verglichen werden unter anderem Keywords, Inhalte, Backlinks, Technik und Google-Unternehmensprofil. Daraus ergeben sich konkrete Lücken und Chancen, die Sie gezielt angehen können.
Wie finde ich meine SEO-Wettbewerber?
Ihre SEO-Wettbewerber sind die Websites, die bei Google für Ihre wichtigsten Suchbegriffe oben stehen, nicht unbedingt die Firmen, die Sie aus dem Alltag kennen. Suchen Sie Ihre Hauptkeywords und notieren Sie die wiederkehrenden Domains. Auch Portale und Verzeichnisse können dabei relevante Konkurrenten sein.
Was kostet eine SEO-Konkurrenzanalyse?
Der Aufwand hängt davon ab, wie viele Wettbewerber und Keywords analysiert werden und wie tief die Untersuchung von Inhalten und Backlinks geht. Eine fokussierte Analyse für wenige lokale Konkurrenten ist deutlich schneller erledigt als ein umfassender Marktvergleich. Kostenfaktoren und Pakete finden Sie auf unserer Seite zu den Preisen für Suchmaschinenoptimierung.
Was ist eine Keyword-Gap-Analyse?
Eine Keyword-Gap-Analyse zeigt, für welche Suchbegriffe Ihre Wettbewerber ranken, Ihre eigene Website aber nicht. So erkennen Sie fehlende Themen und Seiten, die Sie ergänzen sollten. Tools wie Semrush, Ahrefs oder Sistrix bieten dafür Vergleichsfunktionen, bei denen mehrere Domains gegenübergestellt werden.
Welche Tools eignen sich für eine SEO-Konkurrenzanalyse?
Für Keywords und Sichtbarkeit eignen sich Sistrix, Semrush oder Ahrefs, für Backlinks vor allem Ahrefs und Semrush. Ladezeiten vergleichen Sie kostenlos mit PageSpeed Insights, lokale Profile direkt in Google Maps. Für kleine Unternehmen reicht oft schon eine manuelle Analyse der Top-Ergebnisse, ergänzt um ein Tool für Backlinks.
Wie oft sollte ich eine Konkurrenzanalyse wiederholen?
Eine ausführliche Analyse lohnt sich etwa ein- bis zweimal im Jahr, eine kurze Kontrolle der wichtigsten Wettbewerber vierteljährlich. Anlass für eine zusätzliche Prüfung sind plötzliche Ranking-Verluste oder neue Anbieter, die in Ihrem Markt sichtbar werden. So reagieren Sie rechtzeitig, bevor Sie Anfragen verlieren.
Fazit
Eine strukturierte SEO-Konkurrenzanalyse liefert lokalen Unternehmen wertvolle Orientierung darüber, wo sie im Vergleich zum tatsächlichen Wettbewerb stehen und welche Maßnahmen realistisch zu mehr Sichtbarkeit führen. Wer regelmäßig, systematisch und mit klarem Fokus auf Umsetzung analysiert, verwandelt reine Beobachtung in einen echten strategischen Vorteil gegenüber Wettbewerbern, die dieses Thema vernachlässigen.